Kursdetails

221-10190A Der Untergang der großen Dynastien - Russland, Habsburg und das Osmanische Reich

Beginn Do., 02.06.2022, 18:00 - 19:30 Uhr
Kursgebühr 7,00 €
Dauer 1 x
Kursleitung Marlies Lämmle

Die drei großen Dynastien Russland, das Habsburger Reich und das Osmanische Reich hatten jahrhundertlang ihre Herrschaft, die viele Staaten umschloß. Russland herrschte 300 Jahre als Romanow-Dynastie, unantastbar und eine der reichsten Dynastien weltweit Sie war fast mit ganz Europa verschwägert und verwandt. Erst als die wirtschaftliche Entwicklung ihren Anfang nahm und das Volk aufbegehrte, wurde es für den Adel gefährlich. Zar Alexander II wurde bei einem Attentat getötet. Als Lenin aus seinem Exil nach Russland zurück kehrte, fing die Revolution an. Der Adel wurde entmachtet, die Zarenfamilie ging ins Exil und wurde später nach Jekatharinenburg in Sibirien geschickt. Dort wurde die gesamte Familie erschossen. Ihre Leichen wurden in einem Moorgebiet vergraben, mit Benzin überschüttet und so unkennbar gemacht. Vorher hatte man in den Korsetts der Damen eingenähte Diamanten gefunden, die natürlich beschlagnahmt wurden. Nach vielen Jahren wurden die Gebeine freigelegt und in Petersburg beigesetzt.

Die Habsburger Dynastie:

Die Kaiserin Maria Theresia, verheiratet mit Stefan von Lothringen, dem späteren Kaiser Franz, äußerte sich folgendermassen: „ Du glückliches Österreich, heirate. Ihre 16 Kinder hatte sie in ganz Europa auf Königsthrone verheiratet. Somit gab es einen starken Zusammenhalt und das Reich vergrößerte sich ständig. Auch in Ungarn hatten sie ihre Königskrone. Die Kaiserin musste viele Angriffe überstehen. Friedrich II nahm ihr Schlesien. Im siebenjährigen Krieg kämpfte Österreich in Böhmen gegen Bayern, Preußen und Frankreich. Dank der ungarischen Unterstützung gewann Österreich. Nach dem Attentat auf den österreichischen Thronfolger und seiner Frau in Sarajewo, erklärte Österreich Serbien den Krieg. Die Deutschen, als Bundespartner schlossen sich an. Man hoffte, dass der Krieg mit Serbien schnell abgetan war; stattdessen trat auch Russland in den Krieg ein und England und Frankreich beteiligten sich. Das Osmanische Reich kämpfte auf der Österreichisch-Deutschen Seite. Nachdem der Krieg verloren war, wurden beim Vertrag zu Sèvre die Reiche neu geordnet. Österreich verlor fast sämtliche ausländische Besitztümer; das Osmanische Reich ging zu Grunde, Deutschland verlor das Elsass und musste hohe Reparationen zahlen. Kaiser Wilhelm dankte ab und ging nach Holland ins Exil.

Das Osmanische Reich;

Benannt wurde das Land nach dem Fürsten Osman, der im 13. Jahrhundert in Anatolien herrschte.Die Osmanen eroberten im Laufe der Zeit den forderen Orient bis Saudi Arabien und das östliche Europa. 1453 eroberte Mehmed II das christliche Byzanz. Im Mittelalter hatte das Reich seine Hochblüte. Es entstanden wunderschöne Moscheen, die Kunst war bekannt und auch medizinisch waren sie erfolgreich. Nach dem erfolglosen Krieg 1918 wurde das Osmanische Reich durch die Sieger England und Frankreich im eigenen Interesse aufgeteilt. Es wurden neue Länder gegründet wie der Libanon und Jordanien. All das führte zu Komplikationen, die bis heute nicht beizulegen sind. Es gab nochmals eine kurze Blütezeit, als Kemal Attatürk an die Regierung kam. Er herrschte im westlichen Sinn und schuf eine neue Türkei.




Kursort

Ebersberg, vhs, Dr.-Wintrich-Str. 3, 403

Dr.-Wintrich-Str. 3
85560 Ebersberg

Termine

Datum
02.06.2022
Uhrzeit
18:00 - 19:30 Uhr
Ort
Dr.-Wintrich-Str. 3, Ebersberg, vhs, Dr.-Wintrich-Str. 3, 403