Titelbild zum Semesterprogramm Wie wollen wir leben?

Das neue vhs-Programm Frühjahr/Sommer 2021 ist online


Schwerpunktthema: Wie wollen wir leben?

„Nachhaltigkeit“ ist nicht erst seit der Klimakrise Thema. Den Grundgedanken der Nachhaltigkeit begründete Hans Carl von Carlowitz im Jahr 1713: „Die Ökonomie hat der Wohlfahrt des Gemeinwesens zu dienen. Sie ist zu einem schonenden Umgang mit der gütigen Natur verpflichtet und an die Verantwortung für künftige Generationen gebunden.“ Damit sind die drei Säulen der Nachhaltigkeit benannt: Ökologie – Ökonomie und das Soziale. Klimakrise und Corona-Pandemie geben uns Anlass zu fragen: „Wie wollen wir leben?“ Eine zukunftsfähige Perspektive muss neben der Ökologie auch die Ökonomie und die gesellschaftliche Gerechtigkeitsfrage in den Blick nehmen. Das vorliegende Semesterprogramm soll Ihnen zu diesem Transformationsprozess,  Informationen und Anregungen geben und die Möglichkeit bieten, sich mit Expert*innen und Mitmenschen über Zukunftsideen eines nachhaltigen Lebens auszutauschen.

Bei der Auftaktveranstaltung am 10. März 2021 berichtet der Reisejournalist Michael Wigge von seiner abenteuerlichen Reise um die Welt, die allein auf Tauschhandel basiert - „Im Tauschrausch um die Welt" (hier klicken). Neben einem Bericht über ein Familienexperiment CO2-neutral zu leben „Vier fürs Klima“ (hier klicken) beschäftigen sich weitere Vorträge (hier klicken) mit den Themen „Das gute Leben“, „Nachhaltige Ökonomie“, „Solarwende“, „Gemeinwohlökonomie“ oder „Klimaerwärmung“. Zur Übersicht dieser und weiterer Angebote zum Semesterthema (hier klicken).

Da im Jahr 2021 das „jüdische Leben in Deutschland“ auf eine 1700jährige Geschichte zurückblicken kann – die erste jüdische Gemeinde in Deutschland ist für das Jahr 321 in Köln beurkundet – finden Sie im vorliegenden Programm dazu einige spezielle Veranstaltungen zur jüdischen Kultur und Tradition, eine Lesung von jüdischen Autor*innen in Erinnerung an die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 sowie eine Lesung mit Ulrich Chaussy zu seinem neuesten Buch „Das Oktoberfestattentat und der Doppelmord von Erlangen - Wie Rechtsterrorismus und Antisemitismus seit 1980 verdrängt werden“ am 28. April 2021 in Ebersberg. Der Historiker Thomas Warg begibt sich bei einer Führung am 7. Mai auf die Spuren jüdischen Lebens in Grafing. Zur Übersicht der Angebote zum Thema „1700 jüdisches Leben in Deutschland“ (hier klicken).

Für die Auftaktveranstaltung und viele weitere Vorträge gilt wieder die vhs-Vortragskarte (hier klicken) zum unveränderten Preis von 18,00 €. Zur Übersicht zu allen Veranstaltungen, für die die Vortragskarte gilt (hier klicken). Einige Vorträge werden zeitgleich auch live gestreamt. Zu den Infos zu Online- und Livestream-Angeboten (hier klicken). Aufgrund der Platzbegrenzungen wegen der Abstandsregelungen ist für alle Vorträge eine Anmeldung erforderlich – auch bei vorhandener Vortragskarte.

Im gesamten Semesterprogramm können Sie auch im digitalen Blätterkatalog (hier klicken) stöbern.

Ihr Gesundheitsschutz ist uns wichtig. Alle Veranstaltungen und Kurse im vorliegenden Programmheft sind unter den zum Redaktionsschluss im Dezember 2020 geltenden Hygiene- und Abstandsregeln geplant. Das bedeutet, dass in allen Kursen und Veranstaltungen diese Abstands- und Hygieneregeln (hier klicken) gelten. Bei Ihrem Kursbesuch bitten wir Sie diese Regeln zu Ihrem eigenen Schutz und zum Schutz der anderen zu beachten.

In seinen Reflexionen zum Thema Kultur und Kunst in Zeiten der Coronapandemie schreibt der Musiker Steffen Wick: „Sollten wir uns nicht auf diesen Nothalt einlassen, anstatt uns und anderen vorzumachen, dass alles so weitergehen soll wie bisher?“ Mit diesen Worten wünsche ich Ihnen, dass die Angebote im neuen Semesterprogramm ein Innehalten ermöglichen, zum Nachdenken anregen, Veränderungen auslösen, Solidarität fördern und einen kleinen Beitrag dazu leisten, ein gemeinsames Handeln für eine lebenswerte Zukunft zu bewirken.

Dr. Martina Eglauer
vhs-Leitung


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